Donnerstag, 12. April 2018

10 Skills, die alle Baby- und Kleinkindeltern draufhaben (sollten)


10 Skills, die alle Baby- und Kleinkindeltern draufhaben (sollten)
Zumindest bei mir sieht das Leben mit Kindern in so mancher Hinsichtanders aus, als ich es mir vorgestellt hatte – kein Wunder, sagt einem ja auch (fast) kein Mensch. Glücklicherweise haben sich nicht nur unser Haushalt, sondern auch meine Fähigkeiten schnell an die neuen Herausforderungen angepasst. Und damit meine ich nicht die instatauglich-hochglänzende Küche, die perfekt durchorganisierten Spielzeugboxen oder die spuckfleckenfreien Outfits aus der noch perfekter durchorganisierten Capusule Wardrobe… Nein, hier geht es um die wirklichen Survival-Skills:

10. Kontaktfreudigkeit

Bushaltestelle, Schlange im Supermarkt, der eigene Balkon, ganz zu schweigen von Babyschwimmkurs, Kinderturnen, Spielplätzen und anderen Orten, die man als Eltern plötzlich so frequentiert – egal, wo man mit Babys und kleinen Kindern hingeht, wird man plötzlich von mehr oder weniger Bekannten in Gespräche über die unangenehmeren Details rund um Entbindungen, Kinderkrankheiten und Kacka verwickelt. Und findet das meistens sogar noch gut, dass sich sonst noch irgendjemand dafür interessiert.

Ich kann euch sagen, ich war schon immer eher schüchtern und habe in den ganzen 30 Jahren meines Vorkindlebens nicht so viel mit „Fremden“ gesprochen und so viele Bekanntschaften geschlossen, wie in meinen mittlerweile 3,5 Jahren Mamadaseins….

9. Verunsicherungsresistenz

Richtig unangenehm wird das mit dem Kontakte knüpfen spätestens dann, wenn das nette Pläuschen mit mehr oder weniger wohlmeinenden Kommentaren zur eigenen Erziehung und Familienplanung gespickt ist. 

Denn ob wohlmeinend, qualifiziert, berechtigt oder nicht – alle diese Kommentare können einen gerade als unerfahrene Erstlingseltern ganz schön verunsichern… Klar, Tipps und Hilfe annehmen ist eine Sache – aber jedes Kind, jedes Elternteil und jede Familie ist nunmal anders und besonders, und um herauszufinden, was für die eigene Familie das richtige Weg ist, kann eine gute Portion Verunsicherungsresistenz nicht schaden…

8. Schnelligkeit

Was den Bewegungen von Babys noch an Koordination fehlt, machen sie oft durch erstaunliche Schnelligkeit wieder wett. Und ehe man sich‘s versieht, ist die Haarsträhne aus- oder die Teetasse vom Tisch gerissen. Die Fähigkeit, möglicherweise gefährliche oder gefährdete Gegenstände blitzschnell zu identifizieren und außer Reichweite zu befördern, ist demensprechend ein überlebenswichtiger Eltern-Skill.

7. Geschicklichkeit

Auch in Punkto Geschicklichkeit wird Baby- und Kleinkindeltern so einiges abverlangt. Besonders hervorzugeben sind hier die folgenden Disziplinen:

  • sich im Halbdunkel durch einen Parcours von Spielzeugen aus dem Kinderzimmer schleichen ohne das schlafende Baby / Kleinkind aufzuwecken
  • rückwärts eine Treppe hinunter steigen, ohne sich am Geländer festzuhalten,
  • das zappelnde Baby fixieren, während man gleichzeitig den Popo abwischt und die volle Windel unter dem Popo extrahiert, ohne den Inhalt irgendwo zu verteilen,.
  • einem Kleinkind(-mädchen) in einer öffentlichen Toilette beim Pipimachen helfen, ohne dass man selbst oder das Kind etwas berühren - Boden und Klopapapier (falls vorhanden) sind natürlich erlaubt 😉, 
  • Kochen, Obst schneiden, ein Paket vom Paketboten annehmen (samt Unterschrift natürlich) – alles bitteschön einhändig, weil man ja im anderen Arm das quengelnde Baby / Kleinkind hält.


6. Multitasking

Wenn man die Disziplinen aus Punkt 6. Problemlos beherrscht, ist man reif für die nächste 😉.
10 Skills, die alle Baby- und Kleinkindeltern draufhaben (sollten)
Anforderungsstufe: Gleichzeitig noch wahlweise ein Baby in den Schlaf wiegen, eine Geschichte erzählen, aufräumen und das Abendessen sowie den dafür benötigten Einkauf planen – am besten natürlich, alles auf einmal

5. Schnell einschlafen

Das Schlimmste, wenn das Baby / Kleinkind mal wieder unruhig schläft, finde ich ja nicht einmal den unterbrochenen Schlaf. Daran habe ich mich tatsächlich (vermutlich erleichtert durch Stillhormone, Glückshormone, wenn ich meine süßen Kinder anschaue, und schlafmangelbedingter Bewusstseinsverzerrung) halbwegs gewöhnt. 
 
Nein, das Schlimmste an solchen nächtlichen Einsätzen ist für mich, dass ich dann erstmal wach bin und ewig nicht wieder einschlafen kann – wenn ich Pech habe, bis das nächste Kind wach wird… Beim ersten Aufwachen geht das ja meistens noch, in den frühen Morgenstunden auch – „nur“ die Male zwischen 1 und 5 ist es schwierig.

Die Fähigkeit, schnell einzuschlafen, kommt den chronisch übermüdeten Baby- und Kleinkindeltern übrigens auch tagsüber zu Gute. Denn dieser megaschlaue Tipp „Schlafe, wenn das Baby schläft“, der immer so fröhlich in Babyratgebern, Blogs und Internetforen zum Thema propagiert wird, hilft ja auch nur bedingt, wenn man erstmal eine Stunde zum Einschlafen braucht – um dann erst recht groggy zu sein, wenn das Baby in exakt dem Moment wieder aufwacht…

4. Überall schlafen

Auch die Fähigkeit, überall und unter allen möglichen Bedingungen zu schlafen, kommt Baby- und Kleinkindeltern oftmals zu Gute. Denn zumindest meine Kinder schlafen bzw. schliefen als Babys durchaus gut bei

  • einem Hörspiel oder dem Rauschen der Föhnapp,
  • Nachtlicht (könnten ja sonst Monster kommen),
  • auf mir,
  • auf meinem Kissen,
  • unter meiner Decke.

Durchaus also erschwerte Bedingungen, und zumindest ich muss schon SEHR müde sein, um verrenkt, und halb in die Besucherritze des Bettes gequescht mit einem Babykopf auf dem Bauch und dem Kleinkind Händchen haltend, mit (wegen mangelnder Decke) eiskalten Füßen und ohne Kissen zu den zarten Klängen von Bobo Siebenschläfer,  in den Schlaf zu finden…

3. Prioriäten setzen

Klingt jetzt vielleicht etwas platt, aber so ein Tag hat ja nunmal nur 24 Stunden, und so ein Baby / Kleinkind beansprucht einen davon mindestens 25, von mehreren ganz zu schweigen… Daneben noch  Hobbys, Freunde, Haushalt, Job, und natürlich am besten noch Wellness, stoßen da einfach schnell an die Grenzen der Machbarkeit. Prioritäten setzen ist also angesagt- kann ja auch sonst nicht schaden, so als life skill 😉. 

2. Organisation

Wenn man das, wie ich leider häufig, noch nicht so richtig drauf hat mit Prioritäten Setzen, Geschicklichkeit, Schnelligkeit und / oder Multitasking, kann auf jeden Fall eine ordentliche Portion Organisationstalent nicht schaden, um das Chaos einigermaßen unter Kontrolle zu halten… Und wenn alle Stricke reißen, hilft nur noch der Master-Skill, nämlich:

1. Improvisation

Wenn man sich wieder mal  mit der Nachbarin verquatscht hat und nebenbei noch von ihr verunsichert wurde, weil ihr Fritzchen ja sooo viel besser schläft, man daraufhin doch mal wieder das Einschlafritual fürs Kleinkind ändern, nebenbei noch das Baby in den Schlaf wiegen und die Sauerei vom Abendwessen wegputzen möchte, bevor die Freundinnen zum Mädelsabend anrücken… Tja, da hilft eben nur noch: Improvisation 😉.

10 Skills, die alle Baby- und Kleinkindeltern draufhaben (sollten)
In diesem Sinne, wünsche ich frohes Survival 😊. Ein paar konkrete Survival Tipps für den Alltag mit Babys und kleinen Kindern findet ihr übrigens in meinen Artikeln zu den Tipps, die alle Babyelternkennen sollten, Tipps, die alle Kleinkindeltern kennen sollten und Mehr Entspannung im Familienalltag.


Wie ist das bei euch? Welche Fähigkeiten findet ihr als (Baby- und Kleinkind-)Eltern besonders wichtig? Welche beherrscht ihr schon ganz gut, bei welchen findet ihr es schwieriger? Ich bin gespannt auf eure Kommentare 😊!
 


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