Montag, 23. Oktober 2017

#ZweifelimHerbst: Mama von Baby und Kleinkind – und jetzt?!



#ZweifelimHerbst: Mama von Baby und Kleinkind – und jetzt?!
Zweifelt ihr eigentlich manchmal? Ich meine jetzt nicht, ob ihr jetzt Marmelade oder Käse aufs Brot haben wollt, oder ob ihr es wohl schafft, heute zwei oder lieber drei Ladungen Wäsche waschen solltet, sondern so richtig, grundsätzlich… Ich bin meistens zu beschäftigt mit irgendwie alles geregelt Bekommen – aber so morgens um 4 Uhr nach einer schönen Still- und Wickelsession geht das so richtig gut. Und wenn es dann erst einmal losgeht mit dem Zweifeln, ist es schwer wieder zu stoppen. Das Zweifeln an meinenmageren erzieherischen und hausfräulichen Qualitäten versuche ich mir ja gerade im Sinne von #mompositivity abzugewöhnen, aber glücklicherweise gibt es ja immer noch genug andere Dinge, um meine frühmorgendliche Zweifelsession bis zum nächsten Stillen zu füllen. Besonders gut gehen da bei mir im Moment die Themen Arbeit, Kinderbetreuung und Wohnsituation, die ja praktischerweise auch alle irgendwie zusammen hängen und so herrlich weitreichende Konsequenzen für meine Familie und unser aller zukünftiges Lebensglück haben, dass sie garantiert schön wach halten… oder zumindest ausreichen, um einen ganzen Blogpost zur aktuellen Blogparade #Zweifelimherbst der lieben Susanne von Hallo liebe Wolke und Tanja von Krümel und Chaos beizusteuern 😉.

1. Arbeit

#ZweifelimHerbst: Mama von Baby und Kleinkind – und jetzt?!
Bei meinem ersten Kind stand für mich immer fest, dassich nach einem Jahr wieder arbeiten gehen würde. Beim zweiten Kind bin ich mir da nicht mehr so wirklich sicher – und in diesem Zweifelherbst, noch dazu um 4 Uhr morgens, schon mal gar nicht. 

Klar, ich mag meine Arbeit, und zum Glück kann ich auch relativ problemlos (wenn man mal vom endgültiges Todesstoß für meine ohnehin nie wirklich dagewesene Karriere absieht) die Arbeitsstunden reduzieren und einen Teil der Zeit relativ problemlos (von meinenpermaaufmerksamkeitsbedürftigen Klettenkindern mal abgesehen 😉von zu Hause aus arbeiten.
 
Aber will ich das wirklich? Noch haben wir keinen Krippenplatz für den Kleinen, und wenn ich an die ständigen Krankheiten mit den vertrauenerweckenden Namen wie Hand-Fuß-Mund, Dreitagefieber und Borkenflechte (von den guten alten Klassikern namens Bronchitis, Magen-Darm und Bindehautentzündung mal ganz zu schweigen…) aus unserem ersten Kitawinter, nächtliche Arbeitssessions beim Stillen, um irgendwelche Deadlines einzuhalten, und natürlich die Tatsache denke, dass so ein Baby ja nicht plötzlich durchschläft, nur weil Mama zufällig wieder arbeiten möchte, bin ich mir da nicht mehr so sicher…

Aber was wäre die Alternative? Elterngeld bekomme ich nur für ein Jahr, und so ganz ohne zweites Einkommen wird es auf Dauer eng… Zumindest hier im überteuerten Frankfurt – und zack, schon wären wir bei Zweifelthema Nr. 3, der Wohnsituation…

Meine freiberufliche Tätigkeit ist leider so überhaupt nicht lukrativ, und einen anderen Job oder eine Selbstständigkeit anfangen wäre vereinbarkeitstechnisch ja nun vermutlich auch nicht gerade das Einfachste… Noch dazu ohne ernsthafte Kinderbetreuung – und zack, schon wären wir bei Zweifelthema Nr. 2, der Kinderbetreuung..

2. Kinderbetreuung

Bei unserer Großen waren wir kitamäßig echt verwöhnt: Kleine Kita direkt auf dem Betriebsgelände vom Papa, 3 Erzieher für 9 Kinder und ganz viel Singen, Malen, Basteln und Kuscheln… Klar, Fremdbetreuung ist und bleibt Fremdbetreuung, und wenn man nicht damit grundsätzlich nicht einverstanden ist, muss man sein Kind eben zu Hause betreuuen.

Aber im Großen und Ganzen waren wir sehr zufrieden mit unserem 2/3-Platz, bei dem ich nach dem Mittagsschlaf um 14.30 Uhr ein halbwegs ausgeschlafenes und (von altersgemäßen, aka häufigen Autonomieanfällen und Stimmungsschwankungen mal abgesehen 😉) zufriedenes Kind mit nach Hause bzw. auf den Spielplatz nehmen konnte. 

Jetzt im (städtischen) Kindergarten ist das leider anders: Für 22 Kinder 3 Erzieherinnen, von denen eigentlich immer mindestens eine krank, in Urlaub oder in anderen unterbesetzen Gruppen aushelfen muss, und das pädagogische Mittel der Wahl lautet freies Spiel, am besten draußen, sodass noch weniger Erzieher noch mehr Kinder „beaufsichtigen“ können… Versteht mich bitte nicht falsch, ich mache den Erziehern keinen Vorwurf. Sie sind wirklich lieb und kümmern sich (soweit sie eben dazu kommen) um die Kinder, und freies Spiel und Erziehung zur Selbstständigkeit sind ja auch echt was Tolles.

#ZweifelimHerbst: Mama von Baby und Kleinkind – und jetzt?! Das Ergebnis ist eben nur, dass ich im Moment um 12.30 Uhr ein ausgehungertes, müdes und entsprechend quengeliges Kind vom Kindergarten abhole. Wie ich in den 2,5 Stunden vormittags noch irgendwie an meiner Arbeitsstelle arbeiten und nachmittags den Homeofficeanteil erledigen sollte, ist mir da leider im Moment nicht so klar, selbst wenn wir einen Kitaplatz für den Kleinen hätten... 

Also was tun? Erst mal zu Hause bleiben und einfach noch etwas sparsamer leben, sagt mein rationales Tages-Ich. Aber die 4-Uhr-Morgens-Zweifel haben natürlich auch nicht ganz unrecht: Denn das Problem mit der Kinderbetreuung wird ja noch einige Jahre bestehen bleiben, so ohne Großeltern oder andere alternative Kinderbetreuungsmöglichkeiten in der Nähe.. Vielleicht sollte man doch grundsätzlich was an der Wohnsituation verändern?

3. Wohnsituation

Zu Oma und Opa ins ferne Ostfriesland ziehen ist jetzt auch nicht wirklich eine Option, weil dort zumindest mein Mann nicht mehr in seinem Beruf arbeiten könnte, und auch in der Nähe anderer Familienmitglieder wäre nicht so ganz einfach…

Aber die Wohnsituation ist gerade bei uns sowieso von vorne bis hinten ein Fragezeichen:

  • Stadt vs. Land: Wollen wir wirklich dauerhaft in der Großstadt leben, bzw. sollen unsere Kinder in der Großstadt aufwachsen? Aber andererseits wollen natürlich auch nicht täglich viel Zeit mit Pendeln verbringen, die wir lieber mit den Kindern verbringen würden… Sonst noch halbwegs bwzahlbar für uns wären noch die Plattenbausiedlung im Industriegebiet etwas außerhalb…. Oder die Rhetorten-Neubau-Betonwüste an der Autobahn? Alles nicht so wirklich das Natur-Idyll, a können wir eigentlich auch gleich hier in der Stadt bleiben…
  • Mieten vs. Kaufen: Sollten wir nicht langsam mal nach was eigenem Ausschau halten, anstatt monatlich viel Geld in Miete zu verballern? Aber bei den Preisen hier in und um Frankfurt würden wir viele, viele Jahre abbezahlen, müssten dafür am besten noch mehr arbeiten – wieder wertvolle Zeit, die wir eigentlich lieber mit den Kindern verbringen möchten… 
  • Wohnung vs. Haus: Allerdings wird es hier in unserer Wohnung ohnehin irgendwann zu eng (falls die Kinder jemals das Familienbett verlassen möchten 😉), und dann wäre die Miete für was Größeres ohnehin sehr hoch, oder wir müssten wieder rausziehen, oder in eine Gegend, wo es alles günstiger ist, wo wir dann allerdings auch wahrscheinlich weniger verdienen würden…


Fazit

Zumindest mein rationales Tages-Ich ist sich natürlich bewusst, dass das alles Luxusprobleme sind: Schließlich sind wir alle (bis auf die erwähnten Kita-Killer-Viren 😉) halbwegs gesund, haben Arbeit und dadurch etwas zu essen und ein Dach über dem Kopf und können sogar alles halbe Jahr mal Essen gehen oder in Ruhe duschen, wenn die Großeltern da sind.

#ZweifelimHerbst: Mama von Baby und Kleinkind – und jetzt?! Und so gelegentliches Zweifeln ist ja eigentlich auch ganz gesund, um mal wieder zu checken, wo es in unserem Leben hingehen soll, bzw. ob wir noch auf dem richtigen Weg sind. Und das mit dem „richtigen“ Weg ist eben nicht so einfach, vor allem, wenn man die Bedürfnisse und Voraussetzungen aller im Blick hat und alles ja auch irgendwie mit allem zusammenhängt. Aber so richtig glücklich macht es auf Dauer eben auch nicht, dieses Rundumzweifeln, so um 4 Uhr morgens…


Wie ist das bei euch? Zweifelt ihr auch manchmal, so grundsätzlich, um 4 Uhr morgens? Oder habt ihr das mit der Lebensplanung, sprich Arbeits-, Kinderbetreuungs- und Wohnsituation voll im Griff? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!


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