Mittwoch, 12. Juli 2017

Entspannte Familienmahlzeiten?! Teil 2: Survival-Guide für entspanntes Essen mit Kleinkind



Survival Guide entspannte Familienmahlzeiten
In meinem letzten Artikel hatte ich ja bereits einige Tipps und Tricks für entspanntes Essen mit Babys zusammen gestellt. Dabei ging es  hauptsächlich darum, die Babys an den gemeinsamen Mahlzeiten teilhaben zu lassen und sie dabei am besten noch so zu beschäftigen, dass sich auch die Eltern ein paar (kalte) Bisschen reinziehen können, bevor das große Putzen beginnt… 
Mit dem Eintritt ins Kleinkindalter beginnen dann die nächsten Herausforderungen: Das Kind ist hin- und hergerissen zwischen dem Bedürfnis nach Autonomie (in Kleinkindsprache meist mit sowas wie „(AL)EINE (MACHEN)!!!!“) und dem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Zuwendung („HELFEN“!!!). Die natürlich stets bedürfnisorientiert handelnden Eltern wollen ihrem Kind und sich selbst in all dem Gefühlschaos möglichst noch etwas halbwegs Gesundes zu Essen einverleiben – und nebenbei soll der kleine Liebling am besten auch noch Tischmanieren lernen… Wie soll das gehen?! Dazu gibt es im Rahmen der tollen Blogparade Tischmanieren von Sonnenshyn viele interessante Beiträge. Ergänzend dazu habe ich einen kleinen Survival-Guide für das entspannte Essen mit Kleinkind(ern) zusammengestellt 😉.


Eine Mahlzeit im Hause Meine Eltern-Zeit

Mittagessen. Alle Familienmitglieder (ja, auch das für den Moment tatsächlich friedliche Baby in seiner TrippTrapp Babyschale!) am gedeckten Tisch. Alle? Nein, Mama erhebt sich leichtfüßig und gut gelaunt von ihrem Stuhl. Denn das Kleinkind möchte einen anderen Teller haben. Also nicht den weißen, wie wir anderen auch, sondern lieber einen Blauen. Warum nicht? 

Kaum steht das Objekt der Begierde vor ihr, hat sie sich schon eine Riesenportion Kartoffelsalat darauf gehäuft und schnell noch den Servierlöffel aus der Schüssel abgeschleckt. Wir teilen ja alles, aber das ist ja jetzt schon ein bisschen ekelig… 

Ich stehe auf und hole einen neuen Löffel. In der Zeit hat das Kleinkind prompt sein Lieblings-T-shirt mit Kartoffelsalat bekleckert (Lätzchen möchte es nicht mehr – die großen Leute haben ja schließlich auch keins) und heult verzweifelt los. 

Ich verkneife mir den Hinweis auf das fehlende Lätzchen und begleite geduldig den Gefühlsausbruch. Das T-Shirt ziehe ich vorsichtshalber mal ganz aus und wische halbherzig mit dem eigentlich zum Mund und Hände Abwischen bereit liegenden feuchten Lappen dran herum.
Jetzt möchte das Kleinkind, dass ihr Essen draußen abkühlt. Bei 28°C draußen und dem ohnehin kalten Kartoffelsalat mäßig sinnvoll, aber ich bringe den Teller brav nach draußen. Könnte sie natürlich auch selber machen, aber ich sehe mich vor meinem inneren Auge schon das Kartoffelsalat-Scherben-Gemisch vom Boden aufklauben und stehe lieber selbst auf.

Das Kleinkind zieht sich in der Zeit die pure Salatsoße rein, natürlich wieder mit dem Servierlöffel... Mein Seufzer geht in lautem Aufheulen unter - zuerst, weil die Salatsoße brennt (mental note: Essig reduzieren...), dann, weil sie unbedingt „SETZT!!!“ ihren Teller wiederhaben möchte.

Ich stehe auf und hole den Teller wieder rein. Das Kleinkind weint, weil sie das Kleinschneiden des Würstchens nicht nach ihren Vorstellungen hinbekommt. Ich setze zum Schnitt an „NEIN!!! ANDERS!“ Himmel hilf, ich habe das Würstchen falsch geschnitten. Nehme das verunstaltete Objekt auf meinen eigenen Teller und gebe ihr ein Neues. Nein, sie möchte aber das eine. Und geschält. Ich schäle das Würstchen. Leider falsch. Denn Papa macht das schließlich anders…

Tja, und neben der ganzen Lauferei komme ich zwischendurch bestenfalls mal dazu, mir ein paar kalte Bisschen reinzuschieben - wenn nicht in der Zwischenzeit das Baby Hunger anmeldet oder bespaßt werden möchte 😉.  Wie soll das also gehen mit dem entspannten Essen mit Kleinkind? Dazu ist es wichtig, zunächst einmal zu überlegen, was man denn genau von einer (entspannten) Mahlzeit erwartet - und dann können ein paar kleine Survival-Tricks nicht schaden...



Unsere Einstellung zu Essen und Tischmanieren

Grundsätzlich ist es uns wichtig, dass die Kinder eine gesunde und entspannte Einstellung zum Essen entwickeln. Dazu gehört für uns, dass es keinen Zwang gibt. Unsere Tochter muss nichts aufessen und auch nichts probieren. Allerdings bieten wir ihr auch Speisen, die sie in der Vergangenheit nicht mochte, immer wieder an. Denn erfahrungsgemäß ändern sich ihreVorlieben recht schnell

Gesunde Snacks für KleinkinderUnsere Tochter muss auch nicht am Tisch sitzen bleiben, wenn wir noch essen. Bevor sie aufsteht, fragen wir allerdings nochmal nach, ob sie auch wirklich fertig ist, um ein Hin und Her zwischen Spielen und Essen zu vermeiden. Wir selbst versuchen, erst dann aufzustehen, wenn wir aufgegessen haben, damit sie zumindest sieht, dass es bei den großen Leuten üblich ist, am Tisch sitzen zu bleiben, bis alle mit der Mahlzeit fertig sind. 

Überhaupt versuchen wir, ihr die wichtigsten Tischmanieren darüber beizubringen, dass sie sie bei uns sieht, und oder über Spiele / Reime (s.u.), anstatt sie explizit in Form von Regeln von ihr zu verlangen:

  • Händewaschen vor dem Essen: Machen wir vor, und meistens möchte sie dann mitmachen, ansonsten singen wir noch „Hände waschen, Hände waschen, das muss jedes Kind“.
  • Mund und Hände saubermachen nach dem Essen: Findet sie toll und macht es von alleine oder mit kurzer Erinnerung.
  • Gemeinsam anfangen: Klappt ganz gut, vor allem dadurch, dass unsere Tochter darauf besteht, dass ihr Essen immer erst abkühlt (s.o.). Deshalb hat sie ihren Teller erst vor sich, wenn alle etwas haben. Außerdem liebt sie den Reim mit den Fischen 😉.
  • Mit Messer und Gabel Essen: Unsere Tochter findet es super, mit ihrem Kinderbesteck (aus Metall) zu essen. Für uns ist es aber völlig okay, wenn sie dazu manchmal keine Lust hat und lieber mit den Fingern oder auch mit einem Löffel isst.
  • Das Besteck zum Aufgeben (z.B. Salatbesteck, Löffel im Joghurt o.Ä.) wird nicht abgeschleckt, und Essen, das man sich genommen (und am besten noch angebissen) hat, wird nicht wieder zurückgelegt: Da bin ich recht streng, weil ich das vor allem beim Essen woanders oder wenn wir Gäste haben ziemlich ekelig finde – die Umsetzung klappt leider im Moment nur so mäßig gut, siehe oben 😉.

Ihr seht, das sind wirklich nicht soooo viele Regeln für Tischmanieren. Und wenn unsere Tochter sich nicht daran hält oder sich beim Essen „daneben benimmt“ (z.B. mit der Gabel auf den Tisch haut, Essen runterwirft bzw. ausspuckt) oder Hilfe verlangt bei Dingen, die sie eigentlich schon alleine kann, gehen wir davon aus, dass das eigentlich andere Gründe hat, z.B. Wut oder den Wunsch nach Aufmerksamkeit und versuchen, entsprechend zu reagieren.

Dieser Umgang mit Regeln und Tischmanieren ist für uns ganz gut, um auf die Bedürfnisse aller Familienmitglieder einzugehen und zu entspannten Mahlzeiten beizutragen. Zusätzlich habe ich noch ein paar weitere Tricks und Kniffe für entspannt(er)es Familienmahlzeiten gesammelt.


Entspannte Familienmahlzeiten mit Kleinkind10 Tipps für entspanntes Essen mit Kleinkind

Die folgenden Tricks und Maßnahmen helfen bei uns (mehr oder weniger…), um die Familienmahlzeiten zu überleben genießen und selbst auch mal halbwegs in Ruhe zum Essen zu kommen – natürlich ohne Garantie und Anspruch auf Vollständigkeit 😉.

1. Warum nicht?

Was wir immer wieder merken (und leider nicht immer schaffen…) ist, dass es wirklich sinnvoll ist wäre, uns vorher zu überlegen, was uns wirklich wichtig ist, und das dann auch wirklich konsequent umzusetzen. Dabei hilft es uns ganz gut, immer mal wieder die Fragen warum eigentlich bzw. warum nicht? zu stellen. Denn manche „klassische“ Regel ist eigentlich in unserer konkreten Situation gar nicht wirklich nötig oder sinnvoll. Außerdem verändern sich ja auch die Kinder und die gesamten Bedingungen, sodass möglicherweise andere Regeln in den Fokus rücken.

Aber Vorsicht: Wenn etwas erst in der Situation selbst hinterfragt und bei der Entscheidung auch nur eine Millisekunde zögert (die Klassiker im Moment bei uns: Eis an heißen Tagen und auf den Arm genommen werden, um Geschirr aus dem Schrank oder Essen aus dem Kühlschrank selbst rauszuholen) oder am besten noch Mama und Papa das unterschiedlich handhaben, hat das Kleinkind blitzschnell die Schwachstelle identifiziert und wird diese eiskalt immer weiter bearbeiten… 😉.

2. Regeln selbst auch einhalten

Das ist auch so ein Punkt, an dem wir definitiv noch arbeiten müssen. Wie oft hat man beim Kochen schnell mal ein Stück Möhre geknabbert oder beim Kinderwagen Schieben einen Schluck Wasser getrunken – obwohl ich meiner Tochter immer sage, dass sie nicht beim Essen / Trinken herumlaufen soll? Und vom schnellen Schoki Reinschieben zwischendurch, während man den Süßigkeitenkonsum beim (ersten😉?) Kind streng reglementiert, will ich gar nicht erst anfangen…

3. Kind selber machen lassen
In meinem letzten Artikel zum Essen mit Baby hatte ich ja bereits beschrieben, wie Babys schon früh an den Familienmahlzeiten teilnehmen und alleine essen können. Die nächste Stufe ist der Einsatz von Werkzeug Besteck, angefangen mit Löffeln, dann Gabeln und schließlich Messern. Wer da unsicher ist, nimmt spezielles Kunststoffbesteck. Wir sind mit Kinderbesteck aus Metall (übrigens aus unserer eigenen Kinderzeit) sehr zufrieden. Ich kenne aber auch Familien, deren Kinder von Anfang an das Erwachsenenbesteck verwenden – und auch noch leben. 

Für Geschirr und Gläser gilt natürlich Ähnliches. Natürlich kann das normale Geschirr auch kaputtgehen und birgt ein Verletzungsrisiko – aber Spaß, Selbstwirksamkeitsgefühl und Lerneffekt sind natürlich bei „echtem“ Geschirr ungleich höher… Unser Kompromiss: Wir haben das recht robuste und nicht allzu teure Geschirr vom Möbelschweden 😉.

4. Kind in Vorbereitungen / Aufräumen einbinden

Ist nicht nur pädagogisch wertvoll, sondern auch praktisch, wenn das Kind beschäftigt ist und einem beim Kochen oder Spülmaschine Einräumen nicht auf der Pelle hängt. Auch hier muss man natürlich mal wieder abwägen, was zu schwer oder zu gefährlich ist. Aber bei mir zumindest ist es so, dass ich mein Kleinkind eher unter- als überschätze. Und wenn ich ehrlich bin, habe ich in den 2 Jahren, seit meine Tochter mit Geschirr in Kontakt ist, deutlich mehr kaputtgemacht als sie…

5. Umfeld kinderfreundlich gestalten

Natürlich werden die Kinder bestenfalls immer geschickter, sodass bestenfalls beim Essen immer weniger daneben geht. Dennoch ist das Essen für die Eltern deutlich stressfreier, wenn nicht gerade die Seidenbluse, der Teppich der Vermieter oder die Vorhänge Gefahr laufen, ruiniert zu werden. Und (Haus-)Arbeit hat man ja als Eltern eh genug. Hier einige Ideen, um das Ess-Umfeld kindersicher kinderfreundlich zu gestalten:

  • Anstatt die Essensreste mühsam aus dem Teppich zu pulen, kann man eine Bodenschutzmatte einfach abwischen.
  • Stoffservietten für die ganze Familie sehen nicht nur schön aus, sondern sind auch leichter zu reinigen, als das bunt bedruckte Lieblings-T-shirt, saugen auch größere Mengen verschütteter Flüssigkeiten auf und sind noch dazu umweltfreundlicher als Papierservietten.
  • Ein bereit liegendes Spucktuch oder Handtuch zum Aufwischen größerer Unfälle kann vermutlich auch nicht schaden.
  • Die besten Klamotten muss man ja auch nicht bei jedem Essen tragen…

6. Timing ist alles
Ich weiß ja nicht, wie das bei euch ist, aber bei unserer Tochter gibt es immer nur ein relativ kleines Zeitfenster, in dem sie wirklich hungrig und noch nicht zu ausgehungert ist. Verpasst man dieses Zeitfenster, spielt sie entweder mit dem Essen und / oder Besteck herum oder lässt sich irgendwelche anderen Beschäftigungen einfallen, die weder unserer Wohnungseinrichtung noch unseren Nerven zuträglich sind. Ist sie dagegen schon zu hungrig bzw. müde, wird gerne mal aus Versehen ein Glas umgestoßen, sie möchte gefüttert werden, und es herrscht Wutanfallalarmstufe dunkelrot… 

Da leider weder mein Mann noch ich so die begnadete Köche sind, ist es für uns eine echte Herausforderung, die verschiedenen Komponenten einer Mahlzeit in genau diesem Zeitfenster auf die richtige Temperatur abgekühlt an den gedeckten Tisch zu bekommen… Einen wirklich guten Tipp habe ich für dieses Problem auch nicht, außer: Wirklich frühzeitig anfangen – heißes Essen wird eh überbewertet 😉.

7. Nicht zu viel Auswahl

Unsere Tochter möchte mit ihren fast 3 Jahren ganz viel selbst entscheiden, und das gilt natürlich auch rund um’s Essen. Also nicht nur bei Nahrungsmitteln, sondern auch bei Geschirr und Besteck hat sie so ihre eigenen Vorstellungen… Außerdem ist es im Moment so, dass sich ihre Essensvorlieben eigentlich ständig ändern, und wir vertrauen darauf, dass sie das richtige Gefühl dafür hat, wie viel sie von welchen (halbwegs gesunden😉) Nahrungsmitteln braucht. 

Zu viele Auswahlmöglichkeiten überfordern sie aber auch noch leicht. Das merkt man daran, dass sie häufig zwischen den Möglichkeiten hin- und herschwankt und immer unzufriedener wird. Neben der Einschränkung der Auswahlmöglichkeiten ist es zudem günstig, wenn sie die verschiedenen Möglichkeiten tatsächlich vor sich sieht. Also am besten 2-3 Sachen auf den Tisch stellen – und auf AUF KEINEN FALL dazu verleiten lassen, sie hochzuheben, damit sie sich selbst was aus dem Kühlschrank aussuchen kann…

8. Spielerisch an Regeln und Tischmanieren heranführen

 Entspannt Essen mit KleinkindKeine Angst, jetzt kommt nicht das berühmt-berüchtigte Löffelchen für Oma, Opa, etc.. Mit dem Essen Spielen oder gar unsere Tochter durch Spielchen zum Essen überreden wollen wir ihr nicht unbedingt vorleben. Aber beim Drumherum, also den Regeln und Tischmanieren, gibt es viele schöne Möglichkeiten, das Ganze spielerisch zu gestalten. Zum Beispiel machen wir gerne ein Wettrennen zum Waschbecken, singen beim Händewaschen ein passendes Lied und sagen den Tischreim mit den Fischen, bevor wir mit dem Essen anfangen. Auch ein kleiner Wettbewerb à la „Wer schafft es, während des Essens am wenigsten zu kleckern?“ oder nach der Mahlzeit: „Wer hat findet die meisten Reiskörner auf dem Boden?“ haben sich bei uns bewährt.

9. Gemeinsam mit anderen essen

Am „besten“ isst unsere Tochter, wenn wir gemeinsam mit anderen essen – ob das jetzt an der Gesellschaft liegt, oder weil das Essen leckerer ist, sei mal dahingestellt… Aber egal ob bei uns oder auswärts, wenn andere dabei sind, bleibt sie länger und ruhiger am Tisch sitzen und kleckert, kaspert und jammert weniger als wenn sie mit uns alleine isst. 

Also definitiv ein Grund, mal häufiger Gäste einzuladen – oder noch besser: bei anderen zu Gast zu sein 😉 . Wenn die Gäste ebenfalls Kinder sind bzw. welche dabei haben, hat es sich für uns bewährt, das Essen in möglichst vielen Einzelkomponenten servieren. Also statt buntem Salat lieber Rohkostteller, statt Obstsalat die einzelnen Obstsorten, Pizza zum Selberbelegen etc. Erspart den Gastgebern viel Schnippelei und den Gästen das Herausfischen und -pulen der ungeliebten Essenskomponenten.

10. Eigene Erwartungen anpassen

Wie so oft im Leben mit Kind(ern) habe ich für mich festgestellt, dass ich deutlich zufriedener bin, wenn ich meine eigenen Erwartungen an mich, die Kinder und die Gesamtsituation herunterschraube, anstatt mich ständig über etwas aufzuregen, was nicht oder nur sehr schwer zu ändern ist. In Bezug auf das Essen gilt das sowohl für die Erwartungen an das Kind als auch für die Erwartungen an die Mahlzeit:

In Bezug auf mein Kind finde ich es hilfreich, mir öfter mal die Frage zu stellen, was sie realistischerweise in ihrem Alter schon kann:

  • Wann sind die motorischen Fähigkeiten hinreichend ausgebildet, um mit (welchem) Besteck zu essen?
  • Kleckert sie „mit Absicht“, oder weil das Nahrungsmittel wirklich schwer zu essen ist?
  • Kann ich von ihr schon langfristige Entscheidungen erwarten, z.B. beim Aufnehmen zu entscheiden, wie viel sie essen möchte (und sie dann auch zum Aufessen anzuhalten?), oder morgens auszuwählen, was es später zum Mittagessen geben soll?

Auch an die Mahlzeit selbst habe ich immer wieder (zu?) hohe Erwartungen:  Sie soll alle Beteiligten satt machen und mit allen nötigen Nährstoffen versorgen, die Gelegenheit zum angeregten Gespräch bieten, den Grundstein für die Einstellung der Kinder zum Essen und das Üben von Tischmanieren legen – und nebenbei auch noch ruhig und entspannt ablaufen. Logisch, wenn ich bei so derart unrealistischen Erwartungen enttäuscht bin, wenn das Kind nur die Salami ohne Brot isst und dabei noch schön ihre und meine Kleidung mit Fettflecken verziert, alle durcheinanderreden, und ich Baby-stillenderweise versuche, die Wasserlache vom Tisch aufzuwischen, bevor sie sich mit den Brotkrümeln auf dem Boden vereinen kann… 😉

Abendstimmung auf der TerrasseFazit: Entspannt essen mit Baby(s) und Kleinkind(ern)?

Im ersten Teil Entspannt Essen mit Baby habe ich bereits beschrieben, dass das (entspannte) Essen mit Baby die jungen Eltern vor ganz schöne Herausforderungen stellen kann, aber ihnen auch die Gelegenheit bietet, ihre Ansprüche und elterlichen Kompetenzen an das Leben mit Kindern anzupassen. Denn mit steigendem Alter und Anzahl der Kinder erhöht sich das Anforderungsniveau für die Eltern. Die nächste Stufe für uns wird also, wenn auch unser Baby in die essende Bevölkerung eintritt. Bleibt zu hoffen, dass die Natur uns mit der vorhergehenden Levels auch für diese nächste Stufe im Familien-Alltags-Chaos vorbereitet hat – ich werde berichten!


Wie ist das bei euch mit den Tischmanieren? Welche Regeln habt bzw. hattet ihr, und wie setzt ihr diese durch? Und habt ihr weitere Tipps und Tricks für entspannte Familienmahlzeiten? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!



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